Gesundheitsamt Goslar
Herrn Dr. Martin Hepp
Heinrich-Pieper-Straße 9
38640 Goslar

2. Februar 2004

Verbot der Synergetik-Therapie in Goslar

Sehr geehrter Herr Dr. Hepp,
inzwischen haben Sie ja viele Briefe und E-Mails von meinen Kolleginnen und Kollegen erhalten. Jede dieser Stellungnahmen kann ich zu 100 % unterschreiben. All die in diesen Schreiben erwähnten Erfahrungen kann ich aus meiner eigenen Praxis und meinem eigenen Erleben nur bestätigen. Dank der Synergetik bin ich heute ein eigenverantwortlicher, selbständiger, mutiger lebensfroher und gesunder Mensch. Es ist für mich immer wieder auf’s Neue, fast einem Wunder gleich, mitzuerleben wie Menschen durch die Synergetik immer eigenverantwortlicher, selbständiger, handlungsfähiger, lebensfroher und gesünder werden. Es ist für mich daher überhaupt nicht nachvollziehbar, wie Sie, ohne diese Methode selbst persönlich ausprobiert zu haben, darüber urteilen und diese als akute Gefahr für die Volksgesundheit darstellen.

Entschuldigen Sie bitte den Vergleich, aber es ist für mich so, als wenn mir jemand erklärt, daß Spinat schlecht schmeckt, ihn selbst aber noch nie probiert hat. Schade, daß Sie einen so harten Konfrontationskurs gegenüber der Synergetik eingeschlagen haben, und wie es den Anschein hat zum Einlenken noch immer nicht bereit sind. Das stimmt mich sehr traurig, da ich mit meinem zuständigen Gesundheitsamt so positive Erfahrungen gemacht habe.

Anfang September 2000 habe ich Kontakt zum für mich zuständigen Gesundheitsamt Schwäbisch Hall aufgenommen, da ich beabsichtigte im Februar 2001 eine Praxis für Synergetik-Therapie zu eröffnen. Das Gespräch mit der zuständigen Amstärztin, Frau Dr. Lorenz-Lauermann war durchweg freundlich und offen. Wir besprachen sehr ausführlich, ob Synergetik in irgend einer Form unter das Heilpraktikergesetz fällt oder ob es sich dabei um eine Art der Psychotherapie handelt. Ich erklärte Frau Dr. Lorenz-Lauermann sehr genau unsere Arbeitsweise und händigte Ihr den Vertrag aus, den ich mit jedem Klienten abschließe. Nach meiner Kenntnis hat auch Uwe Ibenthal Ihnen einen solchen Vertrag vorgelegt. Sicherheitshalber übersende ich Ihnen in der Anlage einen solchen Vertrag um dieses Schreiben hier nicht noch durch wörtliche Zitate unnötig zu verlängern. Für Frau Dr. Lorenz-Lauermann waren damit alle Fragen geklärt und Sie begrüßte es sehr, daß er mir sehr wichtig ist mit Ärzten und Heilpraktikern in Kooperation zu treten.

Inzwischen habe ich zu verschiedenen Ärzten und Heilpraktikern Kontakt aufgenommen und es gibt bereits Kooperationen. Es ist eine Bereicherung für beide Seiten und eine optimale Ergänzung in der Begleitung von kranken Menschen. Für meine Praxisräume, die vorher Wohnräume waren, beantragte ich eine Nutzungsänderung und Frau Dr. Lorenz-Lauermann gab mir dabei Hilfestellung die Praxisräume so zu gestalten, daß es bei der Überprüfung durch das Gesundheitsamt keinerlei Einwände gab.

Für die Unterstützung von Frau Dr. Lorenz-Lauermann bin ich heute noch sehr dankbar, zumal Sie, Herr Dr. Hepp mir zeigen, daß dies wohl nicht selbstverständlich ist. Und, daß ich mich sehr glücklich schätzen kann, eine solch aufgeschlossene und hilfsbereite Amtsärztin hier in Schwäbisch Hall als Ansprechpartnerin zu haben. Damit möchte ich zum Ausdruck bringen, daß es auch andere Wege der Klärung gibt, als ein striktes Verbot, das sogar noch gegen das Grundgesetzes verstößt.

Als Synergetik-Therapeutin, Synergetik-Profiler, Ausbilderin am Synergetik Therapie Institut und 3. Vorsitzende des Berufsverbandes der Synergetik Therapeutinnen und Therapeuten e.V. fordere ich Sie auf, Ihr ausgesprochenes Berufsverbot gegen unsere Verbandsvorsitzende, Frau Sylke Urhahn, unser Verbandsmitglied, Herrn Uwe Ibenthal und den Begründer der Synergetik-Therapie, Herrn Bernd Joschko umgehend zu widerrufen.

Mit freundlichen Grüßen


Renate E.
Praxis für Synergetik Therapie